
Orange Becherpilz (essbar)
Peziza aurantia
Der orange Becherpilz gehört zu den Schönsten Pilzen unserer Heimat. Niemand kann ohne Bewunderung an einer Gruppe dieser Reizenden Pilze vorübergehen. Die dünnfleischigen, wachsartigen zerbrechlichen, durchscheinenden Fruchtkörper sind innen leuchtend orange, feuerrot, mennigrot oder auch safrangelb, außen blasser und weißlich-mehlig bereift. Sie werden 2 bis 7, zuweilen auch bis 15 cm breit, formen sich in der Jugend geschlossen kuglig, werden dann halbkuglig und ganzrandig, napf- oder schlüsselförmig und breiten sich schließlich ganz aus; sie verbiegen sich auch wohl wellig, wobei der Rand oft zerreißt. die Fruchtkörper sind stiellos oder sehr kurz gestielt und haben auf der Oberseite die Fruchtschicht; bei der Reife werden die farblosen Sporen schon bei leiser Berührung der Fruchtkörper - auch durch den Wind - explosiv als Staubwölkchen aus den Sporenschläuchen ausgestoßen. Das zarte Fleisch ist fast geruch- und geschmacklos. Der orange Becherpilz wächst vom Frühjahr bis zum Herbst nicht selten und meist herdenweise in Wäldern, an Grabenrändern, auf Brachen, an Feldwegen und Dämmen, von der Ebene bis zum Hochgebirge. Er ist essbar und wohlschmeckend und kann, in Essig eingelegt, zum Garnieren von Salaten und eingemachten Pilzen gut verwendet werden.Quelle: Pilze der Heimat II von E. Gramberg
Pilzbuch: "Pilze sammeln und bestimmen."
Bauernhof Allgäu
